Markt & Technik

Wie funktioniert ein 3D-Druck? 

Mit 3D-Druckern lassen sich Alltagsgegenstände, Lebensmittel und sogar Häuser herstellen. Aber wie läuft so ein 3D-Druck eigentlich genau ab? 
Mit der digitalen 3D-Vorlage lässt sich in wenigen Minuten eine echte Wäscheklammer drucken. (Foto: AdobeStock – Sonja Rachbauer / Composing: trurnit GmbH – Alexander Pietschmann)

Beim Kuchenbacken denkt man eigentlich an Nudelholz, Backform und Ofen. Ein Team der Columbia University in New York hat vor einiger Zeit einen Kuchen gedruckt – mithilfe eines 3D-Druckers. Für das süße Gebäck verwendeten die Forscher unter anderem eine spezielle Crackerpaste, Erdnussbutter, Bananenbrei und Zuckerguss, die der Drucker Schicht um Schicht auftrug. 

3D-Drucker können (fast) alles

3D-Drucker können inzwischen Lebensmittel herstellen, Alltagsgegenstände wie Wäscheklammern anfertigen und sogar Außenwände für Häuser hochziehen. Auch Ersatzteile, Werkzeuge, Architekturmodelle oder Spielzeugfiguren lassen sich so formen. Aber wie läuft ein 3D-Druck überhaupt ab? 

Am Anfang steht ein 3D-Modell des Objekts

Zunächst erstellt man am Computer mit einer speziellen Software oder mithilfe eines 3D-Scanners ein 3D-Modell des Objekts, das man drucken möchte - hier zum Beispiel gibt's kostenlose Vorlagen. Viele Websites bieten 3D-Vorlagen an, die sich nach den eigenen Wünschen anpassen lassen. Dann zerlegt eine sogenannte Slicing-Software das Modell in hauchdünne Schichten und weist den Drucker an, wie er später drucken soll – mit welcher Schichtdicke, Druckgeschwindigkeit oder Temperatur. 

Erhitzter Werkstoff wird durch eine Düse gepresst

Anschließend wird das Modell auf eine Speicherkarte oder einen USB-Stick übertragen und diese in den 3D-Drucker gelegt. Wer keinen eigenen 3D-Drucker hat oder sich mit der Technik nicht auskennt, kann übrigens auch einen professionellen Dienstleister mit dem Druck beauftragen. Dann startet der eigentliche Druck: Der Drucker erhitzt das Material und presst es durch eine Düse. Als Materialien kommen Kunststoffe, Metalle oder Keramiken infrage, aber auch Spezialstoffe wie Gips, Beton, Nudelteig oder Schokolade. 

Formgebung – Schicht für Schicht

Die Düse trägt das Material Schicht für Schicht auf eine Plattform auf – ähnlich wie ein Konditor. Dabei verschmelzen die Schichten. Die entstandene Form wird anschließend oft noch nachbearbeitet und zum Beispiel überschüssiges Material entfernt. Je nach Material, Größe und Geometrie kann der Druck einige Minuten, mehrere Stunden oder sogar Tage dauern. Auch der Prozess variiert im Detail. Die grundlegende Idee ist aber immer gleich – egal ob ein Griff, ein Spielzeugauto oder ein Kuchen entsteht. 

Klammer in 3D ansehen

Sie möchten unsere mit 3D-Druck produzierte Klammer auf dem Foto in 3D ansehen? So geht's: Adobe Aero auf Smartphone oder Tablet installieren und der App den Zugriff auf die Kamera gestatten. Das Gerät mit der Kamera auf diese Seite richten und die abgebildete Wäscheklammer in 3D anschauen.



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