Markt & Technik

Akkus richtig laden

Ob Handy oder E-Bike: Viele Geräte nutzen Lithium-Ionen-Akkus. Doch im Umgang mit ihnen hält sich so mancher Irrtum. Vier Akku-Mythen im Faktencheck.
Was den richtigen Umgang betrifft, ranken sich um Akkus viele falsche Mythen. (Foto: iStock.com – Tingting Ji)

Mythos Nr. 1: "Akku immer voll auf- und entladen"

Bitte nicht: Viele glauben, Akkus müssten erst vollständig leer sein, bevor man sie wieder auflädt. Das war bei Nickel-Cadmium-Akkus so, gilt aber nicht für Lithium-Ionen-Akkus. Diese sollten weder komplett entleert noch jedes Mal voll aufgeladen werden. Ein Ladestand zwischen 20 und 80 Prozent verlängert ihre Lebensdauer. 

Mythos Nr. 2: "Hitze schadet dem Akku nicht"

Von wegen: Hohe Temperaturen verkürzen seine Lebensdauer erheblich. Auch extreme Kälte schadet dem Akku. Fazit: Geräte weder in der prallen Sonne noch bei Frost draußen liegen lassen. Akkus sollten idealerweise bei einer Temperatur zwischen zehn und 25 Grad gelagert werden. 

Mythos Nr. 3: "Schnellladen steckt der Akku gut weg" 

Kommt darauf an: Moderne Akkus und Ladegeräte verkraften das Schnellladen gut, wenn sie kompatibel sind. Doch nicht alle Akkus sind für hohe Stromstärken ausgelegt. Zu große Wärmeentwicklung kann zudem ihre Nutzungsdauer verkürzen. Daher ist es ratsam, sich genau zu den Vorgaben für das jeweilige Gerät zu informieren. 

Mythos Nr. 4: "Nur Original-Ladegeräte nutzen"

Nicht unbedingt: Beim Neukauf eines defekten Ladegerätes stellt sich die Frage, ob es das teure Original sein muss. Nicht unbedingt: Man kann auch Produkte anderer Hersteller verwenden, sie sollten aber für das entsprechende Gerät geeignet und entsprechend zertifiziert sein. Lassen Sie sich im Zweifel im Fachhandel beraten.



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