Warm verpackt
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Wer die Decke seines unbeheizten Kellers nachträglich dämmt, spart jährlich bis zu zehn Prozent Heizkosten. Zudem fließt die Wärme vom Fußboden im Erdgeschoss nicht mehr in den kühleren Keller ab. Mit etwas Geschick und dem richtigen Werkzeug lässt sich die Dämmung einfach und relativ kostengünstig selbst umsetzen. Gehen Sie dabei Schritt für Schritt vor:
1 | Arbeiten vorbereiten
Kellerdecke und Wände von Staub reinigen und losen Putz entfernen. Ungedämmte Heizungsleitungen an der Decke mit Dämmschläuchen aus dem Baumarkt ummanteln.
2 | Material und Dicke wählen
Als Dämmstoffe eignen sich Hartschaumplatten aus Polystyrol oder Polyurethan, Mineral- und Steinwolle sowie Naturdämmstoffe wie Holzweichfaser oder Zellulose. Berücksichtigen Sie beim Kauf der Platten den U-Wert*: Erstrebenswert sind 0,2 Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Je niedriger der Wert, desto besser die Dämmeigenschaften. Bei Polyurethan sind dafür etwa zehn Zentimeter Dicke erforderlich, bei Holzweichfaser 18 Zentimeter. Eine dickere Dämmung rentiert sich langfristig. Ab 20 Zentimetern ist der zusätzliche Dämmeffekt aber kaum spürbar. Achten Sie zudem auf eine Mindest-Raumhöhe von zwei Metern sowie Fenster- und Türstürze! Ist nur eine dünne Dämmung möglich, hilft ein Material mit niedrigem U-Wert.
3 | Dämmung befestigen
Leichte Materialien wie Polystyrol lassen sich oft kleben, schwerere Materialien werden gedübelt oder mit einem Schienensystem befestigt. Infos dazu finden sich in den Herstellerangaben. Besonders gut haftet die Dämmung auf glatten Betondecken. Anschließend können Sie Dämmplatten mit werkseitig vorbereitetem Untergrund wahlweise noch verputzen oder streichen. Bei oberflächenfertigen Platten entfällt dieser Schritt.
* Der U-Wert beschreibt die Wärmemenge, die pro Sekunde durch einen Quadratmeter Bauteilfläche fließt, wenn der Temperaturunterschied zwischen beiden Seiten ein Kelvin beträgt (das enspricht ein Grad Celcius).
Besser, ein Fachbetrieb macht’s? Auch gut. Vorteil: Sie können eine Förderung über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen, bei Eigenleistung ist das nicht möglich. Mehr Infos finden Sie hier.