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Ist Kohlensäure im Wasser gesund? Fakten zu Sprudelwasser, Wirkung und Herstellung

Prickelnd, erfrischend und oft diskutiert: Wie Kohlensäure den Geschmack und die Haltbarkeit beeinflusst – und was Wasser mit Sprudel tatsächlich für unsere Gesundheit bedeutet.

Gehört für viele einfach dazu – Kohlensäure im Trinkwasser für einen sprudeligen Geschmack (Foto: stock.adobe.com - Chiristsumo).

Ob im Restaurant, im Supermarkt oder zu Hause – die Frage „mit oder ohne Kohlensäure?“ gehört für die meisten selbstverständlich dazu. Doch nur wenige wissen, wie Kohlensäure überhaupt ins Wasser gelangt, warum sie den Geschmack verändert und welchen Einfluss sie auf unseren Körper hat. Wir zeigen, woher die Kohlensäure stammt, was sie im Wasser verändert und wie sie sich auf unsere Gesundheit auswirkt.

Wo kommt die Kohlensäure her?

Kohlensäure entsteht, wenn natürliches CO2 aus dem Erdinneren in wasserführende Schichten aufsteigt. Das passiert vor allem in Regionen mit vulkanischer Vergangenheit. Dort verbindet sich das Gas mit dem Wasser – und sorgt für das charakteristische Prickeln. Beim Abfüllen von Mineralwasser wird die Kohlensäure anschließend oft entfernt, um sie später in unterschiedlicher Konzentration wieder dazuzugeben. So entstehen Varianten wie „medium“ oder „spritzig“.

Was macht Kohlensäure mit dem Wasser?

Kohlensäure verlängert die Haltbarkeit von Wasser, weil sie das Wachstum von Keimen hemmt. Dadurch eignet sich sprudelndes Wasser besonders gut für Schorlen und Limonaden. Auch in der Küche ist es vielseitig einsetzbar: Kohlensäure kann Backpulver ersetzen oder sogar als Alternative zu Öl und Fett dienen, wenn Fleisch angebraten wird.

Warum schmeckt Sprudelwasser anders?

Kohlensäure sorgt für ein prickelndes Mundgefühl und wird von vielen als erfrischender wahrgenommen als stilles Wasser. Sie verleiht dem Wasser eine leicht säuerliche Note, und auch Mineralien beeinflussen den Geschmack. Zudem unterstützt Kohlensäure dabei, feine Unterschiede in Speisen und Weinen wahrzunehmen. Die Geschmackswahrnehmung bleibt jedoch individuell: Für manche ist das Prickeln angenehm, andere empfinden es als störend.

Wie wirkt Kohlensäure im Körper?

Kohlensäurehaltiges Wasser kann die Verdauung anregen und dazu führen, dass man sich schneller satt fühlt. Empfindliche Personen können jedoch einen Blähbauch oder Sodbrennen bekommen. Der pH-Wert von Sprudelwasser ist leicht sauer, führt aber nicht zu einer Übersäuerung. Denn der Körper reguliert seinen pH-Wert zuverlässig – unabhängig davon, ob wir stilles oder sprudelndes Wasser trinken.

Sprudelwasser selbst herstellen – lohnt sich das?

Sprudelwasser zu Hause herzustellen ist einfach und günstig – und spart das Schleppen von Kästen. Ein Blick auf die Kosten zeigt, wie groß der Unterschied sein kann: 

Mineralwasser aus dem Supermarkt: 

  • Ein Kasten Mineralwasser kostet etwa 5 €. 

  • Für denselben Betrag erhält man im Durchschnitt rund 2.495 Liter Leitungswasser – eine Menge, die im Vergleich zu gekauftem Sprudelwasser deutlich günstiger ist. 

Zu Hause sprudeln: 

  • Ein Sprudelgerät gibt es ab 50 € als einmalige Anschaffung. 

  • CO2-Nachfüllkartuschen kosten 6–10 € und reichen für bis zu 60 Liter Sprudelwasser. 

Fazit: Ist Kohlensäure im Wasser gesund?

Ja – Sprudelwasser ist für die meisten Menschen völlig unbedenklich und bringt sogar Vorteile mit sich: Es wirkt erfrischend, regt die Verdauung an und hält länger frisch. Nur sehr empfindliche Personen können mit Blähungen oder Sodbrennen reagieren. 
Ob man lieber stilles oder sprudelndes Wasser trinkt, bleibt eine Frage des Geschmacks – gesundheitlich spricht in den meisten Fällen nichts gegen das Prickeln.



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