Herr Nau, was steckt hinter der Idee, Dächer zu pachten?
Volker Nau: Wir wollen den Ausbau erneuerbarer Energien in Werther vorantreiben. Damit das rasch gelingt, müssen wir auf unterschiedliche Modelle setzen. Dächer zu pachten ist eines davon.
Wie genau funktioniert das?
Volker Nau: Wir schauen uns die Flächen genau an. Die Statik muss unter anderem passen. Ergeben die Prüfungen, dass das Dach geeignet ist, belegen wir es möglichst großflächig. Das bedeutet: Die Anlage produziert ganz sicher viel mehr Strom, als in dem Gebäude benötigt würde. Deshalb speisen wir den Sonnenstrom dann auch direkt ins Wertheraner Stromnetz.
Warum halten Sie das Modell für sinnvoll und zukunftsträchtig?
Volker Nau: Damit wir die Energiewende schaffen und auch Werther seine Klimaziele erreicht, müssen wir schleunigst mehr auf erneuerbare Energien setzen. Mit dem Pachtmodell nutzen wir Dachflächen, die sonst eher brachlägen. So werden zum Beispiel auch Vereinsgebäude, Turnhallen und Lagerhallen interessant. Sie ergänzen dann wunderbar die Menge privater Anlagen.