Rollläden
Früher kamen meist innenliegende Rollläden zum Einsatz. Inzwischen wurden diese weitgehend von außenliegenden Systemen abgelöst, da sie zahlreiche Vorteile bieten: Sie verringern die Sonneneinstrahlung im Raum um bis 75 Prozent, schützen effektiver vor Lärm und erschweren Einbrechern das Handwerk. Moderne, dämmende Rollläden halten im Winter mehr Wärme im Gebäude. So lassen sich rund 30 Prozent Energie sparen. Nachteil: Rollläden schränken die Sicht ein und müssen gewartet werden. Bei elektrisch betriebenen Modellen ist die Installation aufwändig.
Markisen
Sie halten UV-Licht ab, beschatten Fenster, Balkon oder Terrasse und verschönern darüber hinaus die Fassade. Nachteil: Markisen halten die Sonne nur von einem Teil des Hauses ab, zudem können sie windanfällig sein.
Raffstores oder Jalousien
Raffstores und Jalousien sind ähnlich aufgebaut und werden als bewegliche Systeme meist schienen- oder seilgeführt. Außenliegend halten sie Wärme ab. Über die Stellung der Lamellen lässt sich auch der Lichteinfall steuern und sie gewähren einen Blick nach außen. Über Wettersensoren gesteuerte Raffstores arbeiten besonders effizient. Optional gibt es Windwächter, die die Raffstores ab einer bestimmten Windgeschwindigkeit automatisch einfahren. Nachteil: Raffstores oder Jalousien können windanfällig sein.
Sonnenschutzgläser
Sie können etwa 80 Prozent der Wärme draußen halten. Eine hauchdünne metallische Schicht filtert die Sonnenstrahlen so, dass nur ein kleiner Teil der energiereichen Infrarotstrahlung ins Haus gelangt. Moderne Gläser lassen fast so viel Licht durch wie normale Wärmedämmgläser. Nachteil: Im Winter kann das Licht die Räume nicht wärmen, zudem bieten die Gläser keinen Blendschutz. Dieser muss extra angebracht werden.
Sonnenschutzfolien
Sind bauliche Veränderungen unerwünscht, lassen sich Sonnenschutzfolien von außen auf die Scheibe kleben: UV-Strahlen bleiben draußen und Blendungen werden abgemildert. Nachteil: Die Räume bleiben auch in Monaten mit wenig Tageslicht verdunkelt.
Fensterläden und textiler Sonnenschutz
Traditionelle Klappläden aus Holz oder moderne, isolierte Fensterläden schützen Räume im geschlossenen Zustand ebenfalls gut vor der Wärme. Gedämmte Modelle halten im Winter zusätzlich die Wärme im Haus. Wer sich im Internet umsieht, findet außerdem Ideen und Montagevorschläge für temporär angebrachte Stoffe vor den Fenstern. Auch sie helfen zu verhindern, dass sich Räume im Sommer zu stark aufheizen. Aber Achtung: Ist die Wohnung oder das Haus kein Eigentum ist es besser, vor dem Bohren, Montieren oder Installieren den Vermieter oder die Vermieterin zu fragen.
Auch das hilft, damit Räume schön cool bleiben
- Türen und Fenster tagsüber schließen, die warme Luft nicht ins Haus lassen. Frühmorgens, abends oder nachts richtig durchlüften, wenn die Temperaturen kühler sind.
- Gut dämmen: Die Isolierung wirkt nicht nur im Winter wie ein dicker Mantel, sondern hält auch im Sommer Hitze ab. Fachleute sprechen hier vom sommerlichen Wärmeschutz.
- Pflanzen ins Haus holen. Sie befeuchten die Luft, indem sie einen Großteil ihres Gießwassers wieder an den Raum abgeben. Das hilft im Sommer gegen Hitze und im Winter gegen trockene Nasenschleimhäute.