Die Zeiten, in denen wir Energie zu günstigen Preisen beziehen konnten, sind eindeutig vorbei. Genau das bestätigt auch Volker Nau, Geschäftsführer der EWG. Er erklärt, warum sich diese Preisexplosionen für die Kundinnen und Kunden der EWG in Grenzen hielten. Steffen Hamann, Leiter des Privatkundenvertriebs und Service bei den Stadtwerken Bielefeld, ergänzt, wie sich der Service für die EWG künftig noch verbessern wird.
Herr Nau, wie ist das Preisniveau in Werther?
Volker Nau: Wir liegen beim Strom preislich unterhalb der Preisbremse, beim Erdgas leider darüber. Insgesamt gehören wir trotzdem weiterhin zu den günstigsten Energieanbietern. Das gelingt uns aufgrund unserer konservativen Beschaffungsstrategie.
Können Sie die Beschaffungsstrategie der EWG näher erläutern?
Unsere Beschaffungsstrategie läuft über einen Zeitraum von drei Jahren. In dieser Zeit kaufen wir Strom und Erdgas ein. Kleine Einschränkung: Erdgas vertreiben wir erst seit 2021, deshalb erfolgt hier die Beschaffung noch in etwas kürzeren Zeiträumen.
Welche Vorteile hat Ihre Einkaufsstrategie und wie wirkt sie sich auf die Energiepreise aus?
Wir können den Energiemarkt über drei Jahre beobachten und zu einem günstigen Zeitpunkt einkaufen. Da wir die Mengen für unsere Kundinnen und Kunden kennen, können wir diese gezielt beschaffen. Nachkäufe sind nicht notwendig. Gerade die verursachen häufig Probleme. Klar, wenn Sie unbedingt Strom einkaufen müssen, müssen Sie auch den aktuellen Preis akzeptieren. Diesen Mechanismen entgehen wir.
Ist das auch der Grund, weshalb die Strompreise der EWG unterhalb der Preisbremse liegen?
Genau. Wir haben eine fixe Kalkulationsgrundlage, da wir die Mengen kennen. Beim Erdgas haben wir nach dem Einstieg in den Gasvertrieb eine Jahresmenge festgelegt. Dadurch können wir unseren Kundinnen und Kunden attraktive Preise ohne große Schwankungen anbieten. Die Preisexplosionen an den Energiemärkten bekamen wir erst in der zweiten Jahreshälfte 2022 zu spüren, unsere Kundinnen und Kunden dann zum Jahresbeginn 2023. Da wir nur einen Teil der Energiemengen im Jahr 2022 einkaufen mussten, hielt sich die Preissteigerung bei der EWG in Grenzen: Unser günstigster Stromtarif, Werther Strom, hat einen Arbeitspreis von 34,4 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Er stieg zwar um 40 Prozent, trotzdem gehören wir damit nach wie vor zu den günstigsten Anbietern.
Worauf müssen sich die Menschen in Werther in puncto Energiepreise einstellen?
Energie wird künftig nicht mehr so günstig sein, wie in den vergangenen Jahren. Wohin sich der Markt entwickelt, lässt sich kaum vorhersagen. Wir versuchen bei der EWG alles, um die Preise weiterhin attraktiv zu gestalten und die Menschen nicht zu sehr zu belasten. Sollten sich die Energiepreise wieder entspannen, profitieren davon natürlich auch unsere Kundinnen und Kunden. Energie einzusparen bleibt weiterhin wichtig. Dabei unterstützen wir Sie gern. Wie genau? Das kann Ihnen mein Kollege Steffen Hamann im Detail erläutern.
Herr Hamann, wie unterstützen Sie die Menschen in Werther beim Energiesparen?
Steffen Hamann: Als Vertriebsleiter der Stadtwerke Bielefeld verantworte ich auch den Kundenservice der EWG Werther. Die EWG profitiert von den Entwicklungen der großen Schwester, den Stadtwerken Bielefeld. Da sich nach dem Ausbruch des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine die Energiemärkte komplett verändert haben, standen auch wir vor neuen Herausforderungen. Und das nicht nur hinsichtlich der Preisentwicklungen. Die Menschen hatten viele Fragen. Auf welche Heiztechnik sollten sie setzen? Wie können sie Energie einsparen? Die Antworten dazu bekommen Sie von uns. Wir haben das Team des Kundenservice noch mal konkret geschult und unser Service-Angebot darauf angepasst.
Wie funktioniert das konkret?
Für unsere Kundinnen und Kunden sind eine erste Energie- sowie eine Förderberatung kostenlos. Wir unterstützen Sie einerseits dabei, Energie zu sparen und möglichen Energiefressern in Ihrem Haushalt auf die Spur zu kommen, und andererseits erläutern wir Ihnen, welche Fördermittel es gibt und wie Sie diese ausschöpfen können. Vereinbaren Sie dafür einen Termin mit unseren Beraterinnen und Beratern – entweder im Kundenbüro in Werther oder im Kundenzentrum der Stadtwerke Bielefeld, im Jahnplatz Nr. 5. Sprechen Sie uns einfach an, wir helfen Ihnen weiter!
Die Entwicklung der Energiepreise war noch nie so extrem wie in den vergangenen eineinhalb Jahren. „Unsere langfristige Einkaufsstrategie hat uns geholfen, dass in Werther die Energiepreise nicht so extrem stiegen wie anderswo“, erklärt Volker Nau, EWG-Geschäftsführer. „Kompetenter Service und eine fundierte Energieberatung sind aktuell so wichtig wie nie zuvor“, sagt Steffen Hamann, Leiter Vertrieb und Service bei den Stadtwerken Bielefeld.
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